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Der Odenwaldklub Sprendlingen lädt Sie ein, mitzuwandern!

"Wandern - ein Wezueinander"                                                                                    - Wandern ist die einfachtse Art, mit Menschen in KLontakt zu kommen
- Beim Wandern entdecken Sie Natur und Heimat in vielfältiger Weise.                                                                                                             - Wandern ist ein Ausdauersport. Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, aber auch Muskeln und Stützgerüst erfahren durch ausdauerndes Gehen nachhaltige Stärkung. Dabei erweist es sich auch als besonderer Vorzug, dass Wandern in seinen vielfältigen Formen ein ganzes Leben lang ausgeübt werden kann und selbst im hohen Alter noch nachweisbare Trainingseffekte zeigt.

Zum Startpunkt der Wanderung fahren wir meist mit einem Privatbus, in den Sie von Offenthal bis Sprendlingen -mnachmal auch in Buchschlag oder Neu-Isenburg - zusteigen können.

Je nach Ihrer persönliche (Tages-)Kondition können Sie jeweisl zwischen 3 unterschiedlich langen Wegstrecken wählen. Zur Mittagsrast trefen sich die Teilnehmer der Grupe 1 (sportliche Marschierer), Gruppe 2 (Erlebniswanderer) und die Grppe 3 (Genusswanderer) meist wieder, so dass Gelegenheit gegeben ist, die Gruppe zu wechseln.

Die Wanderung selbst wird von erfahrenenen Leitern begleitet, die auf einer Vortour alles Wissenswerte für Sie erkundet haben und Ihnen gern Ihr Wissen über "land und Leute", Natur und Kultur weitergeben.

Also: Wandern Sie mit dem Odenwaldklub in geselliger Runde zu abwechs-lungsreichen Zielen und begeistern Sie Freunde für diesen sanften Natursport.

 

 Wanderaktitäten im Oktober 2011:


Sonntag, 9. Oktober 2011

„Auf dem Dreiburgenweg“

Zu dieser Tageswanderung laden wir Sie in den Bergwinkel zwischen Rhön, Spessart und Vogelsberg ein:                                                            Schlüchtern-Elm - Burg Brandenstein - Steckelsburg - Burgruine Schwarzenfels.

Die Genusswanderer besuche die Grimmstadt Steinau a.d.Str.

Abfahrt mit dem Privatbus von folgenden öffentlichen Bushaltestellen:
Offenthal Dieburger Str. A 7.45 Uhr
Götzenhain Langener Straße B 7.50 Uhr
Dreieichenhain Ludwig-Erk-Schule C 7.54 Uhr
  Bhf. Weibelfeld D 7.55 Uhr
Sprendlingen Süd E 7.57 Uhr
  Rathaus F 8.00 Uhr
  Mitte K 8,07 Uhr
  Siedlung L 8.08 Uhr
  Hirschsprung M 8.10 Uhr

Neu-Isenburg Friedhof-/Herzogstraße N 8.15 UhrDie Fahrpreise betragen für Erwachsene € 14,00 und für Gäste € 17,50. Für Kinder und Jugendliche ist die Busfahrt frei; Gastkinder zahlen € 9,00.

 Teilnehmer der Gruppe 3 zahlen bitte zuzüglich      € 4,00 für Eintritt und Führung.

 Verbindliche Anmeldung für Busfahrt und Essen unter Vorauszahlung des Fahrpreises  bis Donnerstag,  6.10.2011, 12 Uhr, bei unserer Anmeldestelle

Köth Raumausstattung, Hauptstgraße 39-41, 633303 Dreieich.

Unterwegs Rucksackverpflegung;

Schlussrast mit verspätetem Mittagessen im "Gasthaus zur Burg" in Schwarzenfels.
Nr. Essen -Angebot €-Preis
1. Klare Rindfleischsuppe mit Markklößchen und Eierstich 2,50
2. Schnitzel "Wiener Art" mit Pommes frites und Salat 7,80
3. Gemüseschnitzel an Sauce hollandaise mit Herzogkartoffeln und Salat 8,90
4. Wildbraten vom heimischen Wild, Klöße und Rotkohl 10,90
5. Schlemmerhähnchenfilet mit Preiselbeeren, Sauce hollandaise, Käse überbacken, Kroketten und Salat 9,90

 Wanderzeiten: Gruppe 1   4½  Stunden-15 km / Gruppe 2  3½ Stunden-9 km / Gruppe 3  2 Stunden-5  km  

 
Für Gruppen 1 und 2 sind feste Wanderschuhe und Wanderstöcke dringend zu empfehlen!

 

 Wanderprogramm

Unser Bus bringt uns das Kinzigtal hinauf in den so genannten "Bergwinkel". Eine stattliche Anzahl von Burgen und Schlössern ziert die kleine Region. Es waren eben mehrere Herren, die sich einstmals dieses Gebiet zwischen Rhön, Spessart und Vogelsberg teilten, und da galt es durchaus, auf der Hut zu sein und sich in gut befestigten Häusern zu verschanzen.

Gruppe 1 beginnt in Schlüchtern-Elm die Wanderung. Durch den Wald wandern wir hinauf zur Burg Brandenstein, die noch heute bewirtschaftet ist. Sie ist eine 750-jährige Wohn-, Wirtschafts- und Verteidigungsanlage. Hier wuchs die Mutter Ulrichs von Hutten auf, deren Bruder, der berühmtberüchtigte "Raubritter" Mangold von Eberstein, Anfang des 16. Jahrhunderts die "Brandensteiner Fehde" gegen die Reichsstadt Nürnberg führte. Die Anlage ist seit 1895 im Besitz der Familie von Brandenstein-Zeppelin

 Weiter geht der Weg erst fast eben, dann mit einem steilen Aufstieg durch den Wald zur Flur von Hinkelhof und Vollmerz. Dann beginnt der Aufstieg zu unserem zweiten Etappenziel, der Steckelsburg und jetzt erfahren wir, dass "steckel" steil heißt. Sie war die Stammburg Ulrich von Huttens. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Anlage mit dem halbrund vorspringenden "Rondell", einem Geschützturm, verfallen. Die etwas beschädigte und verwitterte Inschrift auf der Spitzbogenfassung des einstigen Eingangtores lautet(e): "Anno din (Abk. f. domini) 1509 Ulrich von Hutten". Damit ist der Vater des Dichters gemeint, der den Geschützturm anbaute, um dem Siegeszug der Feuerwaffen bei der Verteidigung seines Sitzes Rechnung zu tragen. Der jüngere Ulrich von Hutten, seit zehn Jahren schon von zu Hause fort, war in jenem Jahr einundzwanzig geworden und sollte bald seine erste größere Gedichtsammlung veröffentlichen.

 
Gruppe 2 steigt in Vollmerz aus und geht Richtung Anhöhe des Steckelberges. Unterhalb der Steckelsburg erreicht sie dann den Weg der Gruppe 1, beide laufen ab hier unabhängig voneinander auf gleicher Wegstrecke bis zum Ziel.

 Unterhalb der Burgruine führt der Drei-Burgen-Weg auf einem ebenen Forstweg weiter, dann aber teil auf eine Anhöhe und auf der anderen Seite wieder steil hinunter. Nach längerem Marsch verlassen wir den teilweise dichten Wald und haben einen weiten Blick über Sterbfritz im Sinntal. Bald sehen wir auch die Burgruine Schwarzenfels, das Ziel unserer Wanderung, hoch oben vor uns liegen. Wir laufen durch die Flur nach Weichersbach und nach Schwarzenfels hinauf.

 
Gruppe 3 verbringt den Vormittag in Steinau a.d.Straße und macht dort einen Rundgang.

Zunächst machen wir eine Führung durch das Schloss Steinau, eine wehrhafte Anlage aus dem 13. Jahrhundert, die Graf Philipp ll. von Hanau-Münzenberg als Nebenresidenz (war aber tatsächlich nur Witwensitz) um 1525 modernisieren ließ. Unter seinem Sohn Philipp lll entstand zwischen 1542-1558 ein fünfeckiger Zwinger, der sich an der Festungsarchitektur der Renaissance anlehnt. lm lnneern zeigt das Schloss prachtvolle Renaissanceausstattungen, die teilweise noch den Übergang von der Spätgotik erkennen lassen. ln Teilen sind wundervolle Wandmalereien erhalten.
 
Die prachtvolle Hofküche mit imposantem Kreuzrippengewölbe und vollem lnterieur vermittelt einen Eindruck von riesigen Festgelagen und einstiger Prachtentfaltung.

 Ebenfalls im Schloss befindet sich die Gebrüder Grimm-Gedenkstätte mit einmaligen Originalstücken aus Familienbesitz, die das Leben und Werk der Brüder Wilhelm und Jakob sowie Emil Ludwig Grimm zeigen.

Die Brüder Grimm wurden 1785 bzw. 1786 in Hanau geboren und kamen mit den Eltern und drei weiteren Brüdern (Ferdinand, Karl und Ludwig Emil Grimm, der sich als Zeichner und Radierer der Romantik einen Namen gemacht hat. Er hat die Erzählungen seiner Brüder mit Zeichnungen vervollkommnet). im Jahre 1791 nach Steinau, wo zwei Jahre später die Schwester Charlotte Amalie, die so genannte Lotte, zur Welt kam.

 Ein kleiner Rundgang durch Steinau schließt sich an: Vorbei am Märchenbrunnen hinunter zur Kinzig zum ehemaligen Amtshof, dem heutigen ◄Brüder Grimm-Haus, dann an der Kinzig entlang und an alten Gebäuden (Erklärungen vor Ort) zurück zum Schloss, wo uns der Bus zur Weiterfahrt nach Sinntal-Schwarzenfels aufnimmt.

Hier haben wir noch einen kurzen (ca. 400 m), aber steilen Anstieg auf asphaltierter Straße zum "Gasthaus zur Burg" zu bewältigen. 

 
Hier ist die Schlussrast (Gruppen 2 und 3 ca. 13.30 Uhr / Gruppe 1 ca. 14.30 Uhr) im "Gasthaus zur Burg", die bekannt für die Wildgerichte sind, organisiert. Über den Dächern von Schwarzenfels haben Sie von der großen Panoramaterrasse einen weiten Blick vom Sinntal bis ins nahe Bayern.

 

Nach dem Essen Gelegenheit zum Besuch der Burgruine Schwarzenfels. Vorbei am Knusperhäuschen mit den Malereien der Grimmschen Märchen geht es in ca 250 m zur Burgruine Schwarzenfels.



Schwarzenfels verdankt seinen Namen dem schwarzen Basalt des Hopfenberges, an dessen Westhang die Burg im Tal der Schmalen Sinn errichtet wurde. Dies geschah nicht sehr lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung 1280. Die Herren von Hanau benannten damals einen Vogt als Zeugen, den Ritter "Gotfridus advocatus von Swarzenfels":

Die Burg stand unter der Hoheit der Herren und späteren Grafen von Hanau. Bauherr und Alter sind ebenso umstritten, wie die Herkunft der Gerichtsbarkeit, die sich zumindest von einer Gerichtsstätte auf dem Breiten First ableiten lässt. König Rudolf I. von Habsburg, der sich um Rückgewinnung des im lnterregnum (kaiserlose Zeit 1256-73) widerrechtlich angeeigneten Reichsgutes bemühte, ernannte Reinhard ll. von Hanau (1227-90) zu seinem Stellvertreter in der Wetterau, mit den Aufgaben eines Landvogtes.

Dieser begann im Kampf mit nach Reichsunmittelbarkeit strebender Ritterschaft und verwildertem Stiftsadel seine politische Hausmacht zwischen den geistlichen Territorien Fulda und Würzburg durch Gebietserweiterungen auszudehnen. Um die vom Kerngebiet entfernten Neubesitzungen zu sichern, wurden an verteidigungsfähigen Plätzen strategische Stützpunkte mit Wehr- und Wohncharakter angelegt, die das Haus Hanau als Reichslehen erwarb und zur Wahrnehmung seiner lnteressen an Amtmänner und Vögte verlieh.

lm 16. Und 17. Jahrhundert erfolgte ein schlossartiger Anbau zu Witwensitz und Residenz. Die Siedlung um die Burg bildete sich im 14. Jahrhundert.

 
Nach einer Besichtigung der Burganlage besteht die Möglichkeit, im dortigen kleinen Burgcafe bei selbstgebackenem Kuchen und Bauernhofeis den Tag ausklingen zu lassen.

 
Einen schönen, sonnigen Wandertag im Herbst  wünschen Ihnen Ihre Wanderbegleiter
 
ruppe 1: Martin und Lukas Jahn (Telefon 06103- 6 57 91)
Gruppe 2: Christel Zeller (Telefon 06074- 211 38 95)
Gruppe 3: Guntram Müller, Edda Kielmann (Telefon 06103- 3 68 60)



 
 Gäste herzlich willkommen!


Weitere Angebote im Jahr 2011:

•    siehe unter "Jahreswanderplan"

•    Kalenderwanderungen 2011 Erwandern der im OWK-Kalender 2011 beschriebenen Wanderungen

•     Ferienwanderungen-Angebote 2011 im Odenwald, Deutschland und europäischem Ausland.